Eine wirklich einmalige Reise
Freitag, 12. Dezember 2025 von Heinz Gravenkötter
Florian bedankt sich für die unvergessliche Peru-Reise
und die Begegnung mit Padre René
Die Familie Fischer hat mit der Familie Gravenkötter viele Jahre in Costa Rica gelebt. Ihr Sohn Florian Fischer hat nun mit seiner Frau in Cusco einige Projekte der Kinderhilfe Cusco-Peru besucht. Begleitet wurden sie vom Regionalkoordinator des Vereins in Cusco, Pater Dr. René Farfan. Hier sein Bericht über die gemachten Erfahrungen:
Lieber Heinz,
Ich hoffe, es geht euch gut.
Wir melden uns zurück aus Peru. Es war eine wirklich einmalige Reise! Ein tolles und so vielfältiges Land mit netten Leuten und sehr gutem Essen. Wir haben viel unternommen und berichten Dir bzw. Euch bei Gelegenheit sehr gern darüber.
Vor allem aber bedanken wir uns für den Tag, den wir mit Padre Rene verbringen durften. Der ist ja extra aus seinem Dorf nach Cusco gekommen und hat sich zwei Tage Zeit genommen für uns, das ist ja wirklich unglaublich. Und zudem hatte er an dem Tag auch noch Geburtstag!
Wir haben den Kindergarten besichtigt in Yanampampa, waren in der Schule in Pitumarca und in der Gemeinde Mosoq-Llacta. Dort hat uns der Bürgermeister noch empfangen und eine Rede gehalten und verkündet, dass nun der neue Speisesaal gebaut werden kann - er hatte dabei Tränen in den Augen. Es war unglaublich zu sehen, wie sehr die Menschen dort dankbar sind für die Hilfe und wie sehr sie alle Dich und die Kinderhilfe kennen und verehren. Wir selbst haben uns manchmal mit fremden Blumen geschmückt gefühlt, denn ausser Spenden haben wir nichts getan!
Wir waren ehrlich gesagt sehr überrascht von der Armut in diesen Gemeinden. Wir haben in unseren 10 Jahren in Mexiko ja auch schon viel gesehen, aber Peru war unerwartet härter. Gleichzeitig hat es uns beeindruckt, mit wie einfachen Mitteln und mit welch auch kleineren Summen man helfen kann. Auch dass in die Projekte nicht nur die Organisatoren eingespannt sind, sondern für die Schulküche auch die Mütter helfen, fanden wir toll.
Oder die Kindergärtnerin in Yanampampa, die jeden Tag morgens um halb 5 für zweieinhalb Stunden in den Bus von Cusco steigt und abends wieder zurück, für ihre Kinder. Es sind echt tolle Menschen. Leider hat sie uns berichtet, dass der Kindergarten nun kein staatliches Essen mehr bekommt und somit die Kinder nur das haben, was sie von zu Hause mitbekommen. Wir haben Brot mitgebracht an dem Tag und es war so schnell weg, man konnte förmlich sehen, wie sehr die Kinder Hunger hatten. Solche Schicksale selbst zu erleben, das hat uns sehr getroffen. Auch haben wir das halb fertige, neue Nebenhaus vom Kindergarten besichtigt. Es fehlt noch einiges, aber vor allen Dingen die Fenster, bevor der Boden gemacht werden kann. Der Padre Rene sagte uns, dass er dafür etwa EUR 300 benötigen würde. Die hätten wir ihm auch gleich geben können, wenn die Geldautomaten in Cusco uns geholfen hätten...da das aber nicht der Fall war, würden wir gern die Fenster nun über Dich spenden. Kann man eine Überweisung an die Kinderhilfe machen und nur für diese Fenster spenden?
Lieber Heinz, nochmal vielen Dank, dass wir diese Eindrücke bekommen durften und sehen, was Du und die Kinderhilfe für tolle Arbeit leisten. Gern helfen wir mehr als nur mit Spenden, wenn du Hilfe benötigen kannst.
Abrazo,
Florian
